Projekt: “Über Mauern schauen”
Um die Kinder im Umgang mit Behinderung zu sensibilisieren, führte die 3.b Klasse an 3 Schultagen das Projekt “Über Mauern schauen” durch. Welche Eindrücke diese direkte Begegnung mit Menschen mit Behinderung bei Schülern hinterlassen hat, zeigen die Berichte der Kinder!
Am ersten Tag, als das Projekt begann, fragte ich mich, was diesmal geschehen wird. Wir machten einen Sesselkreis. Da kam Christa, eine ganz normale Frau. Aber sie ist etwas Besonderes: Obwohl sie fast nichts hört, kann sie gut mit uns sprechen. Sie erzählte uns von ihrer Kindheit und zeigte uns die Gebärdensprache. Christas Betreuerin war auch da. Sie hieß Jennifer. Danach probierten wir mit Jennifer aus, wie es ist, blind zu sein. Wir gingen mit einem Stock und einer Augenklappe durch das Schulgebäude. Am zweiten Tag besuchte uns Gerhard, der eine sehr seltene Krankheit hat. Jennifer war auch wieder da. Sie malte mit uns Bilder - nur mit den Füßen. Mit Gerhard spielten wir UNO. Der dritte Tag war auch sehr interessant. Gerhard und Jennifer waren auch wieder da. Gleich am Anfang machten wir eine gesunde Jause. Die war sehr lecker! Das Gemeine war, dass wir nur mit einer Hand und noch dazu mit der linken schneiden mussten. Das war ganz schön schwierig! Andre half mir dabei. Beim Turnen war Daniels Papa da. Er zeigte uns seine Basketballtricks mit dem Rollstuhl. Wir machten noch viele verschiedene Spiele, wie z.B. jemanden durch Tasten blind zu erkennen.
Das Projekt hat mir viel Spaß gemacht! Aaron Jevschenak / 3.b Klasse
Das Projekt “Über Mauern schauen” heißt deshalb so, weil es sich um Menschen mit Behinderungen handelt, die eine große Mauer vor sich haben.
Montag: Frau Barth kündigte uns an, dass Jennifer und Christa kommen würden. Um 8 Uhr waren sie auch schon da. Jennifer erzählte uns, dass Christa von Geburt an gehörlos ist. Christa zeigte uns die Gebärdensprache und Jennifer brachte uns bei, wie man mit einem Rollstuhl ins Klo rein kommt.
Dienstag: Jennifer kam diesmal nicht mit Christa, sondern mit Gerhard in die Klasse. Gerhard sitzt seit 4 Jahren im Rollstuhl. Er hat eine ganz seltene Krankheit. Die Friedreich´sche Ataxie ist, wie schon gesagt, eine ganz seltene Krankheit. Diese Krankheit haben nur 80 Menschen in Österreich und das hat mich schockiert. Wir teilten die Klasse. Die eine Hälfte ging mit Gerhard in die Aula und wir spielten mit Gerhard UNO und er erzählte uns über sein Leben. Die Anderen malten mit Mund und Fuß Bilder.
Mittwoch: Wieder kam Jennifer mit Gerhard in die Klasse. Die ersten zwei Stunden machten wir Brote und Obstsalat. Nachher gingen wir in den Turnsaal. Daniel K.´s Papa war auch da und zeigte uns seinen Basketballrollstuhl. Wir fuhren noch Slalom und spielten mit dem Schwungtuch. Dann verabschiedeten sich Jennifer und Gerhard.
Und merkt euch:
sagt nie zu einem Menschen ohne Behinderung
“Du Behinderter!”
Sarah Gretler /3.b Klasse
